Bürohaus Wuppesahl

und Bürogebäude an der Kleinen Weser (1995-98)

Arbeitsgemeinschaft: Haslob, Hartlich, Schütz

Harm Haslob / Peter Hartlich / Joachim Dietrich Schütz

Gebäudetyp: Büros   | Stadtteil: Neustadt  | Baujahr: 1992  |
Straße: Herrlichkeit 1-2  

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Foto des Objektes

Verwaltungsgebäude Wuppesahl (Foto: Landesbildstelle Bremen)

vorhandene Unterlagen

Literatur -> Büro- und Geschäftsgebäude Teerhof, Bremen HST/Urheber Quelle(Wettbewerbe aktuell; Heft 5/2006)

Der 1967 von Martin Zill entworfene Komplex der Versicherungsbörse – eine schlichte kubisch gegliederte Baugruppe mit umlaufenden Fensterbändern – war lange Zeit der einzige Neubau zwischen den beiden Weserbrücken. Erst ungefähr zwanzig Jahre später konkretisierte sich die weitere Teerhofbebauung, unter anderem mit einem Gutachterverfahren zur Erweiterung der Börse.
_Von den beiden Erweiterungsbauten, die vom „Nachfolgebüro“ Zills entworfen wurden, sticht vor allem der markante Solitär des Wuppesahl-Verwaltungsgebäudes hervor. Man kann dieses Gebäude stadträumlich als Vermittlung zwischen dem modernen Brückenkopf aus den Sechzigerjahren und den stärker an historischen Vorbildern orientierten neuen Teerhof-Wohnhäusern interpretieren. In den ersten Komplex integriert es sich optisch durch seine kubische Gestalt, während Materialwahl und Detaillierung mit der Teerhofgestaltung korrespondieren. Den Architekten ging es aber vor allem um eine Reminiszenz an das wohl signifikanteste Bauwerk am südlichen Weserufer, den als „umgedrehte Kommode“ bekannten Wasserturm von 1873.
Das 1998 fertiggestellte langgestreckte Bürohaus an der Kleinen Weser überzeugt vor allem an seiner Südseite, wo der Uferweg an der Kleinen Weser mittels einer Arkade spannungsvoll in das Bauwerk aus dunklen Klinkersteinen integriert wurde.

O-Ton

Weser-Kurier, 8. 1. 1992

Unsere altehrwürdige „Wasserkommode“ – nun hat sie eine Schwester bekommen. Etwas feiner und kleiner in ihren Maßen, doch trotz des Altersunterschiedes von knapp 120 Jahren von unübersehbarer Ähnlichkeit. Besonders, wenn man auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke eine direkte Blickverbindung über beide Bauwerke sucht. „Dann wird auch der historische Bezug ganz deutlich“, freut sich Architekt Harm Haslob als Schöpfer der „kleinen Kommode“.