Kulturzentrum Schlachthof

Arbeitsgemeinschaft: Kulturzentrum Schlachthof

Volkhard Meyer-Burg / Karl Tütelmann / Thorsten Markwart / Torsten Amende

Gebäudetyp: Veranstaltungsraum   | Stadtteil: Findorff  | Baujahr: 1981/1998  |
Straße: Findorffstraße 51  

Foto des ObjektesFoto des ObjektesKesselhalle, Veranstaltungsort für Konzerte, Theater, Lesungen etc.
Zeichnung des Objektes
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Neue Architektur in Bremen und Bremerhaven

Obwohl fast hundert Jahre alt, war der Schlachthof, als 1977 der Betrieb eingestellt wurde, in seiner Substanz relativ gut erhalten. Das Gebäudeensemble am Westrand der Bürgerweide wirkte mit seinen zahlreichen Hallen und internen Straßen wie eine „Stadt in der Stadt“ und weckte umgehend die Begehrlichkeiten zahlreicher Bürger- und Kulturinitiativen, die dieses Areal neu nutzen wollten.
_Der Senat hegte hingegen den Plan, auf der Bürgerweide ein Kongresszentrum zu etablieren. Um dafür Ausgleichsflächen zu gewinnen, wurde das Schlachthofgelände bis auf einen kleinen Restbestand zur Disposition gestellt. Der Abriss erfolgte gegen den Protest zahlreicher Bürger 1977 bzw. 1980. Für die inzwischen in einem Verein „Kulturzentrum Schlachthof“ organisierten alternativen Nutzergruppen blieb nur der Wasserturm mit einigen Anbauten übrig. Mit Hilfe einer Finanzspritze durch die Stiftung Wohnliche Stadt, mit Hilfe eines risikobereiten Privatunternehmens und mit viel Selbsthilfe gelang es, diesen Rest in ein lebendiges Kulturzentrum zu verwandeln, das heute nicht mehr aus Bremen wegzudenken ist.
1998 bekam das restensemble ein Foyer als Neubau nach dem Entwurf der Architekten Markwart & Amende. Über dieses Foyer und über eine im Schornstein eingebaute Wendeltreppe, werden nun verschiedene Veranstaltungsräume und das Restaurant erschlossen. Der Aussenbereich wurde durch eine Arena ergänzt.

O-Ton

Jurybeurteilung BDA-Preis 1982

Die Erhaltung der Restsubstanz des ehemaligen Schlachthofes und die Art ihrer heutigen gemeinnützigen Verwendung verdient Anerkennung. Dem Abriss interessanter und stadtprägender Baulichkeiten sollte künftig die gesicherte Kenntnis der an ihre Stelle tretenden baulichen Alternativen vorangehen.

Umbau:
Volkhard Meyer-Burg, Karl Tütelmann 1981

Neubau Foyer:
Markwart und Amende 1998